63 – 9.6 Kilo in 63 Wochen

Mein Gewicht: 71.4 kg
Ich habe in den letzten zwei Wochen 400 Gramm zugenommen.
Bisher abgenommen: 9.6 kg

Ich durfte in letzter Zeit lesen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die aus meinem Blog Mut schöpfen für ihr eigenes Abnehmen, und das GERADE, weil es bei mir auch nicht immer rund läuft. Das freut mich. Das macht wiederum MIR Mut.

Ich habe in meinem Leben so viel aus meinen Fehlern gelernt – ich glaube ich mache noch ein paar.

Der witzige Spruch hat ein klein wenig Weisheit in sich, oder?

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Ich werde Ihnen jetzt ein Geständnis machen, ein sehr mutiges, weil ich dabei schon ziemlich schlecht aussehe. Ich habe nämlich eine Woche Selbstversuch hinter mir. Und da ich den Fehler gemacht habe, müssen SIE ihn dann nicht auch noch machen. Ich habe mich sozusagen auch für Sie „geopfert“.
Ich las einen Artikel über die Wunderpille von Patricia Boser. LINK
Oh, es gibt tatsächlich Wunder??? Das wollte ich auch!!
Gekauft und ausprobiert.
Ja, Sie denken jetzt: Selber Schuld, das war doch klar, dass das ein Blödsinn ist, und ungesund dazu!
Recht haben Sie.
Aber jetzt weiss ich es. Es war einfach mal wieder ein verzweifelter Versuch… (Und ja, ich habe genug dazu getrunken und nein, ich habe nicht deswegen dann mehr gegessen, und ja, ich habe meinen Sport gemacht)
Ab sofort bin ich wieder brav auf der Weight Watchers Linie.

Ich lebe einfach in der falschen Zeit. Es gab sie nämlich auch schon früher, die Wunderpillen.
Dies ein Link zu einem Inserat von 1929. LINK
Wahnsinn! Diese Wunderpille half beim ZUNEHMEN!!!

Alle Jahre wieder kommt immer diese sackdämliche Statistik heraus und geistert umkommentiert durch alle Zeitungen. LINK
Daraus könnte man irrtümlich ableiten, dass WANDERN gefährlicher ist als Bungee-Jumping.
Aber dass natürlich hunderttausend Mal mehr Leute wandern, als Bungee Jumping machen, daran muss man selber denken.
Neulich bin ich zwar auf der Glattalp auch tatsächlich auf den Kopf gefallen. Das Leben ist halt gefährlich. Aber gell, die Unfälle im Haushalt sind ja auch nicht ohne. Und einfach so beim Vorhänge aufhängen vom Stuhl zu fallen, das wäre mir dann doch zu langweilig.

Da gefällt mir dieser Artikel hier besser: Sitzen gefährdet Ihre Gesundheit! LINK

Dazu passt doch haargenau meine Kolumne, die ich irgendwann in diesem Jahr mal geschrieben habe.


Haferflocken

Ich gebs zu, ich bin eine, die am Morgen beim Frühstücken schon den Fernseher einschaltet. Ich habe gerne Gesellschaft beim Frühstücken, notfalls auch digitale und manchmal stehe ich einfach sehr früh auf, und sehr alleine. Gestern Morgen sind mir die Haferflocken fast im Halse steckengeblieben. «Sitzen ist das neue Rauchen», predigte ein Fitnessguru, der gerade die Rennschuhe schnürte, morgens um Sechs.

Sitzen ist das neue Rauchen? Wird es nun bald Antisitzer-Kampagnen geben? Antisitzer-Zonen? Nur noch Stehplätze im Kino, Bewegungsräume mit Endlosschlaufen in Wartesäälen? Spezielle Finnenbahnen für Lesende, statt lauschiger Parkbänke?

Ich war mein ganzes Leben lang Nichtraucherin, stolz darauf, keinen einzigen Zug aus einer Zigarette auch nur probiert zu haben. Als dann plötzlich diese extremen Antiraucher-Kampagnen gefahren wurden und meine rauchenden Freunde sich bald mehr im Freien aufhielten, als ich, meldete sich der renitente Teenager in mir zurück und ich rauchte meine erste Zigarette. Als Fünfzigjährige. Alter schützt vor Torheit nicht.
Aber ich wurde nicht zur Raucherin. Wieso sollte ich mich denn selbst räuchern? Der Rauch nahm von mir Besitz, buchstäblich mit Haut und Haaren. Sogar die Finger stanken widerlich. Einzig das Zeremonielle am Ganzen hat mir gefallen, das gemeinschaftliche Erlebnis, das Spiel mit dem Glimmstengel und dem Feuer.

Jetzt ist also dann das Sitzen verpönt. Wir werden sein ein einig Volk von Bewegungsmenschen. Das ist okay. Ich bin dabei. Ich wandere, renne, spaziere. Gerne. Aber für meinen inneren Teenager kann ich nicht garantieren. Der schaut sich schon insgeheim renitent nach einem besonders bequemen Ledersessel um und denkt ernsthaft an einen Sitzstreik.


Ich wünsche euch allen eine gute Zeit mit ungefährlichen Bewegungen und ohne Suche nach dem Wunder.

Das Wunder liegt in uns.

Glattalp an einem Septembermorgen
Glattalp an einem Septembermorgen

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